Coworking in der Londoner City: Es ist an alles gedacht

Die Atmosphäre der Londoner City kann jeden Besucher und Liebhaber britischer Geschichte und Way of Life mit edlen Läden, historischen Gebäuden und Tradition verwöhnen.  Die City erreicht man am schnellsten mit der U-Bahn, wie viele Orte der britischen Hauptstadt.  Bank heiβt die Station, die Besucher von überall unmittelbar ins Herzen des wirtschaftlichen und historischen Zentrums der Metropole an dem Themse bringt. Trotz überfüllter U-Bahn-Züge und U-Bahn-Gebäude nicht nur um die Stoβzeit strahlt die Station Bank immer eine majestätische Ruhe aus.

Die Black Cabs auf der Threadneedle Street verleihen dem Verkehr einen offiziellen Charakter, den man langsam hinter sich lässt, sobald man an der Bank of England Museum vorbei Richtung Warnford Court die Hauptstraβe verlässt. Die Spitze des  Gerkin sieht man aus der Ferne, bis man links unter einen Bogen durchgeht und in die Seitengassen eintaucht. Die Geräusche der City verschwinden. Wer die Geschichte Londons kennt, der weiβ, dass Warnford Court die Londoner Börse beherbergte. Eine beeindruckende Location für ein Co-Working-Büro.  Zum ersten Mal habe ich  2013 die ruhigere Seite der Londoner City erlebt. An einem regnerischen Tag entdeckte ich durch Zufall in Warnford Court – ein paar Gehminuten von der U-Bahn-Haltestelle “Bank” entfernt – die ClubRooms: von dem Architekten Ben Adams stillvoll eingerichtete Gemeinschaftsbüros in dem ehemaligen Gebäude der Londoner Börse. Ich entschied mich spontan für einen kostenlosen Schnuppertag mit freiem Kaffee und blieb den ganzen Tag. Internetverbindung, Drucker, Hot-Desking, Meetingräume für Kunden- oder  Vorstellungsgespräche, Konferenzräume für Vorträge, Badezimmer mit Duschen. Es war an alles gedacht. Man konnte sogar eine Geschäftsadresse auf den Coworking-Space anmelden und die eigene Post bequem am Empfang abholen. Meine Co-workers und in den Pausen auch Gesprächspartner  reichten von Digitalen Nomaden über Startup-Gründer und Freelancer bis hin zu Junior und Senior Consultants aus der City. Eine kunterbunte Gemeinschaft, die oft und gerne an den Networking-Events des Betreibers teilnahm und längst eine ClubRoom-Mitgliedschaft erworben hatte.

Der Grund, warum Co-working Spaces ein Zukunftsmodell sind, wurde mir sofort klar. Nicht nur die Flexibilität, die die Nutzung der Gemeinschaftsbüros bietet, sondern auch das Equipment, das schon vorhanden ist, vereinfacht Selbständigen, Startup-Gründern, Digitalen Nomaden und Kleinunternehmen der Start in die Geschäftswelt. Bei Networking-Events mit Vortragsreihen kann man sogar vom Wissen und von den Kompetenzen der anderen Co-workers profitieren, die zu neuen Kunden werden können. Am Ende meines Schnuppertages mit anschließendem Networking-Treffen hatte ich neue Kontakte in der Londoner City geknüpft, mitten in einer pulsierenden Metropole meine Fachkompetenzen in der Praxis auf die Probe gestellt und auch meine Work-Life-Balance in einer geselligen, internationalen  und hochprofessionellen Atmosphäre eindeutig verbessert.

Fünf Jahre später wächst die Branche weltweit. Laut der Global Coworking Survey 2018 werden 1,7 Millionen Menschen bis Ende 2018 in knapp 19.000 Co-working Spaces weltweit arbeiten.  Zur wichtigsten Zielgruppe von deutschen Coworking Spaces gehören Einzelnutzer (79%) und Kleinunternehmen.

Nicht nur Warnford Court im Brexit-Land, sondern auch die Coworking-Spaces von ProOffice im kleinen Göttingen sind ein Besuch wert.

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